Warum bin ich eigentlich hier... ?!

Mein erster Blog und ich fang direkt an zu jammern ^^.

Was soll ich großartig sagen, warum bin ich hier?! Ich schreibe kein Tagebuch und wenn dies jetzt dem Klischee entspricht, dann kann man sagen, "Ja, offensichtlich benutze ich diese Plattform als eine Art Tagebuch".

Wen's nervt, der kann ja gerne meinen Blog verlassen

Warum bin ich hier? Was bewegt mich, mich genau jetzt hier anzumelden?

Im Prinzip ist es ganz einfach.

 

Ich gehöre offensichtlich zu den Menschen, die nicht mit einer hilfsbereiten, netten und liebenswerten Familie ausgestattet wurden.  In meiner Familie ist jeder nur so lange nett zu dir, wie du ihm einen Vorteil verschaffst.

Um kurz auf meine derzeitige Lebenssituation einzugehen.. Ich bin 25 Jahre und alleinerziehende Mutter eines 4 jährigen Sohnes. Mein ein und alles. Meine Mutter ist vor ungefähr 7 Wochen gestorben und bisher bin ich darüber gut hinweg gekommen ( liegt daran das mir nie das Gefühl gegeben hat als würde sie mich lieben, aber das nur nebenbei gesagt damit niemand denkt "Oh mein Gott was für eine Rabentochter, oder so. Vielleicht gehe ich zu einer anderen Zeit mal auf meine Vergangenheit ein, mal sehen.). Mein Vater, ist seit dem in einem Pflegeheim untergebracht und ich schätze, da wird er bleiben. Ich bin derzeit noch Auszubildende. Mein Vater wird 70.

Er hat nicht die geistige Reife sich um irgendetwas zu kümmern. Er hat nie irgendwas im Leben gelernt. Er weiß wirklich gar nichts. Dementsprechend blieb alles an mir hängen. Die Organisation der Beerdigung, die Auflösung der Wohnung, Die Kostenübernahme der Beerdigung und und und. Es hieß das Sozialamt übernimmt einen Großteil der Kosten, da meine Mutter kein Einkommen hatte. Dies ist im Prinzip auch der Fall. Ich habe also alles nötige für mich und meinen Vater eingereicht, aber meine Oma macht uns einen Strich durch die Rechnung. Sie hat Angst um ihr Hab und Gut und lässt mich nun offensichtlich auf den Schulden sitzen nach all dem, wa sich getan habe.

Ich schreibe, nicht um Mitleid zu bekommen. Ich schreibe, weil ich einfach momentan überlaufe, von Gefühlen. Man muss sich das mal vor Augen halten.

25 jährige alleinerziehende Mutter eines 4 jährigen Sohnes in der Ausbildung und kurz vor der Abschlussprüfung hat eine Familie, die lieber Ihren eigenen Arsch rettet als zu unterstützen oder sich wenigstens nicht quer stellt. Einen Vater der einen anzeigen will ( hierauf gehe ich ein anderen Mal vielleicht näher ein ), weil sich seine Tochter um alles kümmert.

Jeder sagt, "Lass das nicht so nah an dich ran" oder "Dein Vater meint das nicht so, der weis das nur nicht anders".

Mir ist es aber ehrlich gesagt egal, ob er es so meint oder nicht. Es tut weh. Und dieses ständige Gerede von wegen ich soll das nicht so nah an mich ran lassen, ist für mich kein großartiger Trost. Es geht hier um meine "Familie". Und wenn ich mich noch so sehr bemühe, dass nicht so nah an mich ran zu lassen, dann wird es nicht funktionieren.

Und der ganze Stress der letzten Wochen hat mich jetzt einfach zu dem Punkt gebracht an dem ich von einer Traurigkeit übermannt werde, von der ich nicht einmal mehr weis, was genau der Auslöser ist. Ich sitze auf der Arbeit und habe einen Kloß im Hals. Ich könnte heulen, aber weiß nicht warum.

Ich war mal wegen meiner Kindheit in psychologischer Behandlung. Ich kam an, und hatte das selbe Gefühl wie jetzt. Ich bin wie ein Fass voll mit Gefühlen übergelaufen, saß vor dem PC und mir liefen die Tränen. Damals wurde mir eine schwere Depression diagnostiziert. Diese habe ich vor 2 Jahren erfolgreich überstanden. Ich merke, dass ich langsam wieder an diesem Punkt bin und ich denke mir, was muss alles in dieser Welt passieren, das ein Mensch der "geheilt" war, wieder so tief fällt. Klar, bin ich besonders vorbelastet aber sollte es nicht eigentlich so sein, dass man sein Leben wieder so in den Griff bekommt, das so etwas nicht noch einmal passiert?

Habt Ihr vielleicht ähnliche Erfahrung?

Klar habe ich auch schon versucht mit Freunden darüber zu sprechen, ich musste aber feststellen, dass so sehr sie sich auch bemühen mich zu verstehen, sie können es einfach nicht. Sie sind nicht in meiner Position.

Vielleicht gibt es hier ja Menschen die dieses Gefühl von "vor Traurigkeit überlaufen" verstehen können, oder dieses auch schon erlebt haben. Ich freue mich über jeden Kommentar. Vielleicht bin ich damit ja nicht so allein wie ich bisher dachte.

 

Liebe Grüße

N.

18.3.14 15:34

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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


miaauu / Website (18.3.14 16:05)
Zunächst einmal herzlich willkommen unter den Bloggern, habe selbst erst von ein paar Tagen (wieder) angefangen.

Nimm den Kommentar von der Person vor mir bloß nicht zu Herzen. Dieser Mensch kommentiert auch ständig bei mir mit seiner Fäkalsprache. Was ihm das bringt, keine Ahnung. Aber ich habe kein Problem damit ab un zu mal auf den Löschenbutton zu klicken. Somit ist mir das egal..

Zum eigentlichen... deine Situation klingt wirklich schwierig. Ich kann nur erahnen, was du da durchmachst. Du bist stark, meine Gute!

Vor Traurigkeit überzulaufen kenne ich auch auf eine Art und Weise...aber irgendwie bin ich aus diesen Depri-Phasen von allein wieder herausgekommen nach einiger Zeit...

Hast du überlegt vllt mit einem Therapeuten zu sprechen? Manchmal hilft es ja auch einfach sich alles von der Seele zu reden oder zu schreiben...

Schreib mir jederzeit, ich höre gerne zu

Fühl dich gedrückt!
LG


Isabell (18.3.14 17:21)
Hey.
Ich weiß ich bin mit dreizehn Jahren vielleicht nicht gerade im richtigen Alter um das zu sagen aber so ist es.
Meinen Vater interessiere ich ein feuchtes Stück Erde und in der Schule habe ich auch oft Probleme. Ich habe auch einen Block um über alles zu schreiben und dachte auch das ich alleine wäre aber du bist der Beweis dafür das das nicht so ist. Ich weine auch oft und meistens sagen meine Freunde auch "Vergiss es einfach!". Aber ich weiß das wenn sie das selber durchgemacht hätten -und ich wünsche das niemanden- würden sie das nicht sagen. Das jemand aus deiner Familie dich so hasst das er alles tut um dir das Leben schwer zu machen deprimiert jeden. Ich wünschte mir manchmal ich könnte die Zeit zurück drehen wo alles noch in Ordnung war und niemand aus meiner Familie mir das angetan hatte aber es geht nicht. Aber auch ich höre dir gerne zu den ich habe das selbe Problem wie du.
Wenn man jemanden hat der in der selben Lage ist wie man selbst kommt einem alles leichter vor obwohl sich die Probleme dadurch natürlich nicht auflösen. Also schreib mir jederzeit und ich werde dir zuhören und antworten.
Ich wünsche dir alles Gute, das du aus dieser Art Depression wieder heraus findest und das deine Familie es sich doch noch einmal anders überlegt.
Liebe Grüße
Deine Isabell


Nicki / Website (19.3.14 14:28)
Hallo Ihr Zwei,
vielen Dank für eure Kommentareund die lieben Worte.

Liebe miaauu,
leider habe ich 2 Jobs und einen kleinen Sohn. Die Zeit einen Therapeuten aufzusuchen fehlt mir irgendwie. Aus diesem Grund habe ich erstmal hier versucht meinen Gedanken freien Lauf zu lassenund mir den ganzen Frust mal von der Seele zu reden.
Ich hoffe, wenn der ganze Stress vorbei ist, dass sich das mit meiner Traurigkeit auch wieder legt. Und wenn es dann immernoch so ist, kann ich auch immernoch zu einem Therapeuten gehen Trotzdem Danke

Zu dir Isabell,
erst einmal beneide ich dich um deinen Namen. Ich finde ihn total schön.
Ich bin der Meinung, das das Alter absolut nix damit zu tun hat. Als ich so alt war wie du, hatte ich auch mit vielen Problemen zu kämpfen, meine Eltern wollten mich nicht und waren froh als ichmit 16 Jahren ausgezogen bin, und in der Schule wurde ich gemobbt.
Ich glaube wir sind uns sehr ähnlich. Wenn du mal einen Rat brauchst, schreib mir gern. =)

Liebste Grüße

N.

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